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Selbstverwaltung ist Voraussetzung für die von uns gewünschte Form des Miteinanderwohnens. Wir geben uns eigene Regeln, die schriftlich formuliert werden. Auf dem Weg zur Durchführung selbstorganisierter Wohnprojekte müssen wir bereit sein, uns frühzeitig mit unserem dritten und vierten Lebensabschnitt auseinander zu setzen, Ängste und Bedenken zu überwinden und voller Elan diese Zeit auch für Neues zu nutzen.

Am Wohnen in Gemeinschaft interessierte Menschen müssen bereit sein, eigene Verhaltensweisen zu überdenken und evtl. zu verändern und sich mit anderen auseinander zu setzen. Falls Gruppenprozesse nicht alleine zu bewältigen sind, ist geplant, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Gegenseitige Hilfe im vorpflegerischen Bereich wird verpflichtend vereinbart. Im Pflegefall kooperieren wir mit professionellen Anbietern. Deshalb gehört es zu unseren Vereinbarungen, eine Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung zu erstellen und an Menschen unseres Vertrauens weiterzuleiten. Neben der Chance, neue Situationen und Menschen kennen zu lernen, ist jede/r angehalten, sich Gedanken über Pflege und Sterben zu machen und Vorsorge zu treffen, da gegenseitige Hilfe nicht die Pflege miteinbeziehen kann. Menschen, die nur die Frage stellen: Wo kann ich einziehen, sind bei uns nicht richtig.

Da es unterschiedliche Vorstellungen des genauen Wohnortes und des Zeitpunktes der Verwirklichung gibt, manche möchten am Stadtrand, andere nur in der Stadtmitte wohnen, ist geplant, im Verein verschiedene Wohnprojektgruppen zu etablieren.

Aktive Teilhabe und Mitgestaltung am gesellschaftlichen Leben beugt Isolation und Vereinsamung vor. Wir möchten bis in den Stadtteil hinein positive Akzente durch ehrenamtliche Arbeit setzen und eine gute Nachbarschaft praktizieren.


Wichtige Punkte im Umgang miteinander:

Wir gehen respektvoll miteinander um.

Das Gemeinschaftsleben gestalten wir aktiv entsprechend unseren Interessen, Fähigkeiten, kulturellen Neigungen und mit sozialem Engagement.

Wir leisten wechselseitige Hilfe innerhalb der Gruppe im vorpflegerischen Bereich. Darüber hinausgehende Dienstleistungen werden von uns organisiert und kontrolliert. Bei individuellem Hilfsbedarf streben wir die Kooperation mit professionellen Anbietern an.
 

Bautechnische Voraussetzungen möglicher Wohnungen:

In Wohnanlagen oder Häusern suchen wir abgeschlossene, barrierefreie, seniorengerechte, unterschiedlich große Wohnungen für Einzelpersonen und Paare
* 1 Person =            2 Zi/Kü/Bad/Balkon = ca. 50 - 60 qm,
* 2 Personen =  3 Zi/Kü/Bad/Balkon = ca. 75 – 90 qm.

Wir streben eine gute Mischung von frei finanzierten und öffentlich geförderten Wohnungen an.

Ein großer Gemeinschaftsraum mit Küche ist ein zentrales Element in unserem Projekt. Wir wünschen uns zusätzliche gemeinschaftlich zu nutzende Räume wie Keller/ Werkraum/ evtl. Gästeappartement.

 

Gewünschte Lage des Grundstückes/ der Wohnanlage:

Wir suchen innerstädtische Quartiere mit guter Anbindung an den ÖPNV.

Einkaufsmöglichkeiten, medizinischen Einrichtungen, Apotheken, Post, Bank müssen zu Fuß zu erreichen sein.

Wir möchten auch Theater, Kino, Konzerthaus, Bibliotheken und Bildungseinrichtungen bequem besuchen können.

 

Vorteile für den potentiellen Vermieter/ Anbieter:

Wir sind solvente, zuverlässige Mieter, die „ihr Haus, ihre Wohnung“ pflegen und erhalten.

Wir bieten eine gute Kooperation zwischen Vermieter und Mietern (Gruppe/Verein).

Wir bieten Beständigkeit durch geringe Fluktuation. Bei Neubelegung erwarten wir Mitspracherecht im Interesse einer homogenen Gruppe.

Unsere kulturellen Aktivitäten im Stadtteilcafé (Hausaufgabenbetreuung etc.) fördern das Miteinander der Generationen und strahlen positiv auf die Nachbarschaft aus.

Der Vermieter gewinnt durch dieses nachhaltige und zukunftsweisende Projekt an Prestige.

 


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